Die Pfarrei St. Anna in Bieber sammelt bis 31.Juli gebrauchte Handys und Smartphones

Bitte geben Sie Ihre alten Geräte dort ab, entweder während des Gottesdienstes oder im Pfarrbüro
(Mo-Fr 9.00 – 12.00 Uhr, Mo und Mi auch 14.00 – 17.00 Uhr)

Die Rohstoffe können wiederverwendet werden. Außerdem erhält das Hilfswerk Missio, das die Sammelaktion verantwortet,
für jedes gespendete Handy einen Beitrag, mit dem Familien in Not unterstützt werden.

Die obenstehende Graphik zeigt, was alles in Handys und Smartphones enthalten ist. Vor allem das, was sich unter „1% andere“ verbirgt, ist voll von Seltenen Erden*), die unter teils menschenunwürdigen Bedingungen als Erze abgebaut und aus dem Erz herausgelöst werden müssen. Ein bekanntes Beispiel ist Coltan, aus dem Kobalt gewonnen wird.

„Ein Großteil der Erze stammt aus Ostafrika. Allein die Minen im Kongo tragen schätzungsweise 60 Prozent zur weltweiten Coltan-Produktion bei, ihr Anteil am Weltmarkt für Kobalt beträgt 50 Prozent. Die Metalle stecken in den Kondensatoren und Akkus der Geräte. Der rohstoffreiche Osten des Landes ist allerdings nach wie vor Schauplatz von bewaffneten Auseinandersetzungen: Der Bergbau werde teilweise von Milizen kontrolliert und von Kindern unter schlimmsten Bedingungen geleistet, berichten Hilfswerke wie Amnesty International. Mehr als 40 000 Minderjährige sollen ohne Schutzkleidung in den Minen arbeiten, manche von ihnen seien erst sieben Jahre alt. Hinzu kommt, dass die Kontrollen schwierig sind. Schätzungen der Berkeley University zufolge arbeiten nämlich 90 Prozent der Coltan-Schürfer in kleinen Minen – und nicht im industriellen Großbergbau.“ Quelle: Der Tagesspiegel, 17. 3. 19  https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/rohstoffabbau-wie-schmutzig-ist-das-geschaeft-mit-den-smartphones/24057234.html

Ein Auto von Tesla benötigt für die Batterien etwa 12kg Kobalt.
Es ist ein neues Thema, erlaubt aber die Frage “Wie umweltfreundlich sind Elektroautos tatsächlich?“

*)https://selteneerden.de/

Die CO2-Ampel und mehr …

In Zeichen Corona ist immer wieder von der Überwachung des CO2-Wertes in Räumen die Rede. Hier wird ein indirekter Weg aufgezeigt, mögliche Risiken der Viren-Übertragung frühzeitig zu erkennen.

Auch in Schulen wurden solche Überwachungen bereits eingesetzt, sei es als gekaufte Messgeräte mit Zahlenangaben über die Höhe des CO2-Wertes oder auch als Ampel. Wie wird das ganze gemessen? Innerhalb des Projektes Digital-in-Biebertal.de soll das Thema angesprochen werden und in der Homepage Digitale-Werkstatt-Biebertal.de gebaut werden. Dabei wird nicht nur auf den CO2-Wert eingegangen sondern auch auf andere Gase, die wir ausatmen und messen können.

Radioaktivität bei mir zu Hause …

Bei mir war es in der Mittelschule, als im Physik-Unterricht der Lehrer mit einigen Schülern ein kleines Projekt realisierte, das den Lehrer selbst insteressierte: Ein Meßgerät zum Messen der Radioaktivität im Klassenraum: Der Geiger-Müller-Zähler.
Bis heute ist dieses Meßverfahren im Prinzip das gleiche geblieben, nur mit anderen Bauteilen aus der Elektronik. Und was früher aus einzelnen Bauelementen aufgebaut wurde, kann man heute aus Modulen zusammenstecken.

Der Geiger-Zähler ist auch im Programm des Projektes Digitale-Werkstatt-Biebertal.de vorgesehen. 10 Jahre nach Fukushima und xx-Jahre nach Tschermobil ist das Thema auch heute aktuell. Natürlich gibt es eine Überwachund seitens der Institutionen aber messen diese in ihrem Zuhause?

Zwei Ziele hat dieses Projekt:

  • Tatsächlich messen, wo Radioaktivität in unserer Umgebung vorhanden ist.
    Und manches Ergebnis der Messungen wird einen persönlich zum Nachdenken und Nachforschen anregen.
  • Interesse an der Technik und an den physikalischen Hintergründen wecken:
  • Neugierde, Forschergeist und Ingenieur-Denken fördern.

Für das aktuell zu bauende Meßgerät gibt es mehrere Bausätze, die mir bekannt sind:

  • Elektor
  • ecourous
  • TDM

Zielsetzung eines Experimentes oder Projektes

Sowohl für Experimente als auch für vollständige Projekte macht es Sinn, das Ziel und die Schritte festzulegen und gegeben falls anzupassen, wenn später etwas anders laufen sollte als erwartet. Dazu gehört die Festlegung des Mikroprozessors und sofern erforderlich, die der Sensoren. Eine überschlägige Abschätzung der Software und die Art der Programmierung ist als nächstes erforderlich. Und auch das Thema Anzeige sowie Gehäuse mit Stromversorgung sollte zu Beginn feststehen.

Von besonderer Bedeutung ist die Dokumentation, die so aufgebaut sein soll, dass das Ziel und der Weg verstanden wird und auch ein Nachbau möglich ist. Dazu gehört

  • ein erklärender Text
  • ein Blockschaltbild
  • Detail-Dokumentation von Bauteilen und Software.

Wegbereitung

Nach der Zielsetzung steht auch fest,, welche Hilfsmittel gebraucht werden und wie der experimentelle Aufbau zu gestalten ist. Es wird als ein Platz gebraucht, an dem die Arbeit solange durchgeführt werden kann, bis das Ziel erreicht ist, ohne immer wieder auf- und abzubauen.

Beispiel:

Realisierung

Unter Realisierung wird hier der Arbeitsabschnitt verstanden, die Ergebnisse der Experimente in ein dauerhaftes Ergebnis zu überführen. Dazu gehört zum Einen, die Einzelnen Module (Mikrocontroller, Sensor, Ausgabeeinheit) fertig zu stellen und diese dann in ein passendes Gehäuse einzubauen.
Das Problem Zusammenbau und das Problem Gehäuse ist meist die schwierigste Entscheidung, da es hier darum geht unterschiedliche Erfordernisse zusammenzuführen.

Beispiel: